Monday, 31 August 2015

#RPGaDAY2015 - Beste Nicht-RPG-Sache

Tag 31 von #RPGaDAY2015. Wer nicht weiß, was der Hashtag bedeutet, der liest einfach in meinem Eingangsthread nach. Die Frage heute lautet:

Welche Sache, die aus RPG entstanden ist, gefällt dir am besten?

 

So, nun ist er da, der letzte Tag der "Spam"-Aktion RPGaDay 2015. Für mich war die Aktion okay, da ich mich so wieder motiviert habe, etwas zu schreiben und das Blog nicht länger brach liegen zu lassen. Nun muss sich zeigen, ob ich dadurch dauerhaft die Frequenz der Beiträge erhöhen kann (sicherlich nicht mehr täglich). Die Einwände gegen die Aktion, die von einigen Bloggern geäußert wurden, kann ich nachvollziehen, aber... wie gesagt: für mich war die Aktion eine gute Sache.

Bleibt also noch, die letzte Frage zu beantworten.

Ich vermute, niemand kann auch nur ansatzweise ermessen, welchen ungeheuren Einfluss Rollenspiele (und zwar im Speziellen Dungeons & Dragons) auf die Popkultur im gesellschaftlichen und die Spieleindustrie im wirtschaftlichen Sinne während letzten drei bis vier Jahrzehnte gehabt hat. Der aus dem Wargaming-Hobby geborene Sproß nährte nicht nur sich selbst, sondern befruchtete seinerseits wieder das größere Hobby - und darüber hinaus auch die Medienlandschaft insgesamt. Ob es die Idiosynkrasien oder Regelbegriffe waren, die Inhaltsänderung (Konnotation) des Wortes "dungeon" oder die kollektive Vorstellungsbildung bestimmter Rassen und Völker einer "Fantasywelt". Natürlich waren hieran auch die großen Genre-Schriftsteller jener Zeit sowie früherer Generationen beteiligt, aber durch D&D und die nachfolgenden Rollenspiele wurden solche Inhalte plötzlich erfahrbar und - noch wichtiger - selbst bestimmbar.

Daher denke ich, daß das Beste, was aus Rollenspielen hervorgeht, die kreative Inspiration ist. Plötzlich wurde Spielern ein Werkzeugkasten gereicht, der sie inspirierte. Aus den vorherbestimmten Geschichten, die sie sonst konsumierten (oder vielleicht auch schrieben), konnte ein erlebbarer Raum geformt und mittels Regeln kodifiziert werden. Dadurch wurden er für jeden zugänglich und regte wiederum einen neuen Schaffensprozess an, an dessen Ende neue "Produkte" geformt wurden: sei es ein einfacher Verliesplan, eine vollkommen neue Kreatur oder eine komplexe, alternative Realität mit Namen, Daten und Historie. Dieser Wunsch, ein geistiges Konstrukt auszuformulieren und dadurch in der erlebbaren "Realität" zu verankern, führt auch zur Beschäftigung mit vielen Themen und Sachgebieten (z.B. Geschichte oder Geologie), die man ohne diesen kreativen Ansporn vermutlich nie berührt. Was dem oder der Betreffenden vielleicht neue Interessen erschließt oder diese zumindest aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten hilft.

Die Beschäftigung mit Rollenspielen inspiriert auf so vielen Ebenen. Und das gefällt mir.

Falls jemand noch mehr zur Aktion #RPGaDAY2015 lesen möchte, findet er u.a. auch in diesen Blogs Artikel dazu: Greifenklaue's Blog, De Malspöler, Mondbuchstaben, Jaegers.Net, Le joueur de Prusse en exil. Oder er guckt bei rsp-blogs vorbei, da wird er sicher auf noch mehr Blogs aufmerksam.

2 comments:

  1. Schöne Abschlußrunde - und jetzt das bloggen ab und an nicht vergessen!

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