Monday, 24 August 2015

#RPGaDAY2015 - Beliebteste Hausregel

Tag 24 von #RPGaDAY2015. Wer nicht weiß, was der Hashtag bedeutet, der liest einfach in meinem Eingangsthread nach. Die Frage heute lautet:

Was ist deine beliebteste Hausregel?


Meine beliebteste Hausregel ist auch gleichzeitig meine erste und damit älteste, die ich für D&D Basic ersonnen und seitdem immer angewandt habe: Maximale Trefferpunkte auf Stufe 1 und höhere TP bis Stufe 3.

"My bleeding heart" by kilroyart
Seien wir ehrlich: die Sterblichkeit neuer Charaktere beim Basis-D&D ist hoch. Insbesondere, wenn man sie nach RAW ("rules as written") ermittelt. Dann könnte es sein, daß ein Kämpfer der 1. Stufe mit einem mickrigen TP beginnt (oder vielleicht 2, 3 oder 4, falls er einen Konstitutionsbonus hat). Jedes Gefecht wird dadurch zu einem Todespoker, denn bereits schwächere Gegner machen meist bis zu 4 Punkte Schaden.

Nun, natürlich kann man diese Art von Spiel durchaus mögen und den Thrill lieben, der hierbei entsteht. Mittlerweile gibt es mit dem Dungeon Crawl Classics RPG sogar ein Rollenspiel, daß diese mickrigen Anfangs-TP zum Feature erhoben hat - nur dort hat man i.d.R. mehrere "Schwächlinge" (der sogenannte "character funnel") und ist nicht sofort aus dem Spiel raus, wenn der eine Charakter ablebt. Und das macht durchaus Spaß!

Bei D&D hat es mich aber als anfänglichen SL bereits nach dem Lesen der "roten Box" gestört und darum habe ich mich entschieden, jeden Charakter mit maximalen TP für seine Stufe starten zu lassen. Ich glaube, das wurde in späteren Auflagen dann auch eine offizielle Optionalregel. Damit war die Sterblichkeit immer noch ausreichend groß, um das Spiel nicht zu verfälschen, aber es macht es nicht mehr ganz so frustrierend und ein Kämpfer konnte zumindest mit etwas Zuversicht das tun, was er am besten kann: sich in einen Kampf wagen.

Ergänzend habe ich dann noch entschieden, daß TP nach Erreichen der Stufen 2 und 3 zwar ausgewürfelt werden müssen, jedoch mit folgenden Ergänzungen, die vom Trefferwürfel der Charakterklasse abhängig waren:

  • Hat die Charakterklasse einen W4 als TW, darf der Spieler eine gewürfelte 1 erneut würfeln (bis der Würfel keine 1 mehr anzeigt)
  • Hat die Charakterklasse einen W6 als TW, darf der Spieler eine gewürfelte 1 oder 2 erneut würfeln (bis der Würfel 3 oder mehr anzeigt)
  • Hat die Charakterklasse einen W8 als TW, darf der Spieler eine gewürfelte 1, 2 oder 3 erneut würfeln (bis der Würfel 4 oder mehr anzeigt)
So stellte ich sicher, daß die Charaktere bis zur dritten Stufe zumindest durchschnittliche TP erhalten. Tja, ich war damals eben ein Santa-Claus-SL.

Falls jemand noch mehr zur Aktion #RPGaDAY2015 lesen möchte, findet er u.a. auch in diesen Blogs Artikel dazu: Greifenklaue's Blog, De Malspöler, Mondbuchstaben, Jaegers.Net, Le joueur de Prusse en exil. Oder er guckt bei rsp-blogs vorbei, da wird er sicher auf noch mehr Blogs aufmerksam.

4 comments:

  1. Die Frage ist, mcahst Du as bei D&D 5 auch?

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    1. Nein, ab (ich glaube) D&D 3 sind max. TP bei Charakterbeginn Standard. Und das erneut Würfeln lassen bis Stufe 3 ist auch hinfällig, da der Spieler entscheiden kann, entweder zu würfeln oder einen Festwert zu nehmen, der sich nach dem TW berechnet.
      Meine Hausregel habe ich nur bei Basic D&D und, ich glaube, AD&D verwendet.

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  2. Ja, max. TP auf Stufe 1 sind schon was ... oder die DCC-Lösung ;)

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    1. Letztendlich hatte D&D damals (und noch heute) das Konzept der "Mietlinge" (hirelings), ein Anreiz für eine Abenteurergruppe, auf Kosten von XP und Gold ihr Überleben zu erhöhen.

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