Sunday, 21 October 2012

Schreibblockade?

Es ist manchmal schon ein Kreuz mit dem Schreiben, oder? Ich habe in den vergangenen Wochen bestimmt 4 oder 5 Artikel begonnen, die alle noch im Entwurfsstadium auf dem Blog schlummern, aber konnte keinen davon fertig stellen. Warum? Weil mir die Grundidee nach einigen Sätzen als zu doof oder belanglos erschienen, nicht meinen Ansprüchen genügten. Ergebnis: es ist "im Schatten des Würfels" gar nichts mehr passiert. Aber ist das wirklich der Grund? Ein Blick in die Wikipedia macht einem ja Angst und Bange:

"Eine Schreibblockade kann verschiedene unterschiedlich schwerwiegende Erscheinungsformen haben. Manchen Betroffenen fällt es nur schwer, einen Anfang zu finden, andere quälen sich Wort für Wort durch ihre Texte, während ihnen eine mündliche Wiedergabe des Inhalts nicht schwer fällt. Wieder andere werden schon beim Gedanken an die Anfertigung ihrer Arbeit oder beim Anblick ihres Computers oder Bildschirms von körperlicher Übelkeit oder Unruhe befallen und schaffen es noch nicht einmal, ihren Computer oder das Schreibprogramm zu starten.
Die Betroffenen neigen häufig dazu, sogenannte Vermeidungshandlungen durchzuführen, sich also mit derzeit weniger wichtigen Tätigkeiten abzulenken, wie exzessives Aufräumen, Sortieren oder Putzen. Auch das endlose Weitersammeln und Suchen von neuem Material kann eine solche Vermeidungstaktik sein." (Quelle: Wikipedia) 

Grundgütiger! Ich mache schnell mal den Selbstcheck.

Übelkeit? Naja, zumindest nicht davon - schuld ist wohl eher der viele Auflauf von gestern. Vermeidungshandlungen? Tja... exzessives Zocken von Konsolenspielen zählt wohl auch dazu, hm? Was das Aufräumen, Sortieren und Putzen angeht... dazu schweige ich mal besser. Endloses Weitersammeln und Suchen von neuem Material? Schreck laß nach! Jetzt, wo ich das so lese, erkenne ich, dass dies zutreffen könnte. Ich habe unglaublich viele Indie-Games auf XboxLIVE durchprobiert. Ständig was neues, dieser Drang nach neuen Erfahrungen. Davon abgesehen trenne ich mich eigentlich gerade von vielen Rollenspieldingen, löse die Sammlung bis auf die Favoriten auf.

Was nun also tun? Die Wikipedia gibt auch hier Rat:

"Anerkannte Techniken und Tipps, um Schreibblockaden zu vermeiden oder zu überwinden:
  • viel schreiben, tägliche Erlebnisse festhalten
  • (zunächst) nicht auf stilistische Perfektion achten, sondern schreiben, „wie einem der Schnabel gewachsen ist“
  • Korrekturen erst durchführen, wenn eine erste Fassung halbwegs vollständig ist
  • erst ausreichende Kenntnisse über den Gegenstand sammeln
  • vor dem Schreiben einen Plan machen, der die Inhalte ordnet, zum Beispiel durch eine Mindmap oder mit einem Zettelkasten
  • äußere Störfaktoren und Ablenkungen so gut es geht ausschalten
  • persönliche Probleme vorher bearbeiten
  • Clustering: einen zentralen Begriff auf ein Blatt schreiben, weitere Begriffe assoziieren und durch Linien miteinander verbinden
  • über die Schreibblockade mit anderen reden oder darüber schreiben
  • nicht zu sehr über die Schreibblockade grübeln, sondern nach Lösungen suchen" (Quelle: Wikipedia)
Ich glaube, das mit dem "Schreiben, wie einem der Schnabel gewachsen ist", mache ich eh schon. Aber das Festhalten täglicher Erlebnisse mag gar nicht so blöd sein, wie es sich anhört. Die Punkte dazwischen treffen mehr oder weniger zu, man könnte an einigen arbeiten. Aber den vorletzten nehme ich mir zu Herzen und so - et voilá! - entsteht dieser Beitrag!

Und den letzten Punkt... nun ja, vielleicht hätte ich doch erst gar nicht groß darüber nachdenken sollen!
In diesem Sinne - tschüss, bis zum nächsten Beitrag! ^_^



5 comments:

  1. Hmmm, bei mir ist das schreiben auf dem Blog eher Vermeidungshandlung, um exzessivem Aufräumen, Sortieren oder Putzen zu entgehen. Das klappt ganz gut! ;)

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  2. Schreibblockade? Du schreibst momentan mehr als ich ...

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    1. Ja, das war auf die ersten Wochen im Oktober bezogen. ;)

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